Wetter | Düsseldorf
18,9 °C

"Eyes on Japan" - 13. Japanische Filmtage

Filmmuseum Düsseldorf
"Eyes on Japan" - 13. Japanische Filmtage

Bei den 13. Japanischen Filmtagen "Eyes on Japan" im Filmmuseum Düsseldorf, Schulstraße 4, gibt das Institut von Freitag, 11. Januar, bis Donnerstag, 31. Januar, zusammen mit dem Japanischen Generalkonsulat Düsseldorf und dem Japanischen Kulturinstitut Köln "The Japan Foundation" vielfältige Einblicke in die Filmlandschaft Japans. Neben aktuellen Produktionen aus Japan, die den Schwerpunkt des Programms ausmachen, wird ein filmhistorisches Programm gezeigt.

Zur Eröffnung der 13. Japanischen Filmtage Düsseldorf am Freitag, 11. Januar, 19 Uhr, wird der Film "Bushi No Kondate" gezeigt und es gibt Live-Musik des Ensembles "Wagaku Miyabi". Mit den typisch japanischen Instrumenten, der Bambusflöte "Shinobue" und einer Art Zither "Koto", nehmen die Künstlerinnen die Gäste mit auf eine Reise in die Musik ihrer Heimat.

Regisseure von Weltruhm wie Akira Kurosawa und Hirokazu Koreeda sind ebenso mit ihren Werken vertreten wie Filmschaffende, deren Namen weniger vertraut sind. Gespräche mit zwei Regisseuren aus Japan bieten die Gelegenheit, ihre Arbeit besser kennenzulernen. Thematische Schwerpunkte liegen diesmal auf der japanischen Ess- und Badekultur sowie auf dem Historienfilm ("jidaigeki"). In verschiedenen Sonderveranstaltungen wird sich den Themen gewidmet und unbekanntere Regionen Japans lassen sich filmisch entdecken.

Zu den meisten Vorstellungen gibt es eine kurze Einführung. Alle Filme werden, sofern nicht anders angegeben, in japanischer Originalversion mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt ist frei. Für die Vorstellungen ist keine Kartenreservierung möglich. Karten (maximal zwei Karten pro Person) werden ab 45 Minuten vor dem jeweiligen Vorstellungsbeginn an der Kasse des Filmmuseums Düsseldorf ausgegeben. Zur besseren Einlassregelung ist nur der Eingang des Filmmuseums zur Schulstraße geöffnet. Weitere Informationen unter www.eyesonjapan.de.

Filmprogramm
Freitag, 11. Januar, 19 Uhr
"Bushi No Kondate"/"A Tale of Samurai Cooking"
J 2013, 121 Minuten, OmeU, digital, ab 18 Jahren, Regie: Yûzô Asahara, Drehbuch: Yûzô Asahara, Michio Kashiwada, Yukiko Yamamuro, Kamera: Yukihiro Okimura, Darsteller: Aya Ueto, Kengo Kôra, Toshiyuki Nishida u. a.
Japan im 18. Jahrhundert: Seit Generationen dienen die Samurai der Familie Funaki den Fürsten von Kaga als Köche. Doch der fähige erste Sohn der Familie verstarb unerwartet und sein jüngerer Bruder Yasunobu arbeitet lieber mit dem Schwert als dem Küchenmesser.

Samstag, 12. Januar, 14 Uhr und Sonntag, 20. Januar, 14.15 Uhr
"Kimi No Na Wa"/"Your Name - Gestern, heute und für immer"
J 2016, 107 Minuten, OmU, digitalDCP, ab 6 Jahren, Regie/Drehbuch: Makoto Shinkai.
Während die Oberschülerin Mitsuha sich insgeheim wünscht, nicht mit ihrer kleinen Schwester und ihrer Großmutter in der Kleinstadt Itomori zu leben, sondern lieber in einer aufregenden Metropole, würde Taki, der in Tokio bei seinem alleinerziehenden Vater wohnt und neben der Schule kellnert, die ländliche Idylle der Großstadthektik vorziehen. Eines Morgens finden sich Mitsuha und Taki im Körper des anderen wieder - ein anfangs eher verstörendes Erlebnis für beide Teenager.

Samstag, 12. Januar, 17 Uhr und Sonntag, 20. Januar, 11.30 Uhr
"Yôjimbô"/"Yojimbo, der Leibwächter"
J 1961, 111 Minuten, OmU, digitalDCP, ab 16 Jahren, Regie: Akira Kurosawa, Drehbuch: Ryûzô Kikushima, Akira Kurosawa, Hideo Oguni, Kamera: Kazuo Miyagawa, Darsteller: Toshirô Mifune, Tatsuya Nakadai, Isuzu Yamada u. a.
Ein herrenloser Samurai ("rônin"), der sich Sanjûrô nennt, zieht durch das Land. Wohin ihn sein Weg führt, überlässt er dem Zufall. So erreicht er eine kleine Stadt, in der sich zwei Gaunerbanden bekriegen und die Einwohner terrorisieren. Als beide Anführer Sanjûrô als Leibwächter ("yôjimbô") anheuern wollen und ihm dafür reichlich Geld anbieten, stellt sich die Frage: Warum nur einem dienen, wenn man doch bei beiden kassieren und sie vielleicht gegeneinander ausspielen kann?

Samstag, 12. Januar, 20 Uhr
"Bushi No Ichibun"/"Love and Honor"
J 2006, 122 Minuten, OmU, digital, ab 18 Jahren, Regie: Yôji Yamada, Drehbuch: Yôji Yamada, Emiko Hiramatsu, Ichirô Yamamoto nach einer Vorlage von Shûhei Fujisawa, Kamera: Mutsuo Naganuma, Darsteller: Takuya Kimura, Rei Dan, Mitsugorô Bandô u. a.
Mitte des 19. Jahrhunderts: Shinnojo hat vor kurzem seinen Dienst als Vorkoster des Fürsten angetreten - eine ungeliebte Aufgabe für den jungen Samurai. Viel lieber möchte er eine Kendô-Schule für Jungen aller sozialen Schichten gründen. Da passiert das Unsägliche: Shinnojo bricht beim Vorkosten zusammen. Er überlebt, ist aber dauerhaft erblindet. Rührend kümmern sich seine Frau Kayo und sein Diener um ihn. Doch er empfindet seine Hilflosigkeit als zutiefst demütigend, zumal er nun auch finanziell auf Unterstützung angewiesen ist. Als Kayo den hochstehenden Samurai Shimada um Fürsprache bei Hofe bittet, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn der ehrlose Shimada nutzt die Situation aus.

Sonntag, 13. Januar, 11.30 Uhr und Samstag, 19. Januar, 19.30 Uhr
"Hana Yori Mo Naho"/"Hana"
J 2006, 128 Minuten, OmU, digital, ab 18 Jahren, Regie/Drehbuch: Hirokazu Koreeda, Kamera: Yutaka Yamazaki, Darsteller: Jun’ichi Okada, Rie Miyazawa, Arata Furuta u. a.
Koreedas bisher einziger Historienfilm ist ein heiteres, atmosphärisches Panoptikum des Alltagslebens einfacher Leute Anfang des 18. Jahrhunderts voller Anspielungen und Lokalkolorit, das den Rachegedanken der Samurai entmystifiziert und dafür plädiert, die Spirale der Rache und Gewalt zu
durchbrechen.

Sonntag, 13. Januar, 14.15 Uhr und Samstag, 19. Januar, 14 Uhr
"Meari To Majo No Hana"/"Mary und die Blume der Hexen"
J 2017, 102 Minuten, OmU, digitalDCP, ab 6 Jahren, Regie: Hiromasa Yonebayashi, Drehbuch: Riko Sakaguchi, Hiromasa Yonebayashi
Als die kleine Mary zu ihrer Großtante Charlotte zieht, langweilt sie sich fürchterlich. Ihr Versuch, bei der Hausarbeit zu helfen, scheitert kläglich an ihrer Ungeschicklichkeit. Dann macht sich auch noch der freche Nachbarsjunge Peter über ihre roten Haare und ihre Tolpatschigkeit lustig. Mary folgt Peters Katzen in den Wald und stößt auf geheimnisvoll leuchtende, blaue Blumen. Einen Tag später findet sie in der Nähe einen alten Besen, der, als er mit einer der Blumen in Berührung kommt, sie und Katze Tib hinauf in die Wolken trägt, bis sie an der Endor-Universität für Hexen landen. Zuerst ist Mary begeistert von der neuen Umgebung, zumal sie entdeckt, dass sie über magische Kräfte verfügt. Doch dann kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur.

Sonntag, 13. Januar, 17 Uhr und Sonntag, 27. Januar, 14 Uhr
"Yoake tsugeru Rû no uta"/"Lu over the Wall"
J 2017, 107 Minuten, OmU, digitalDCP, ab 6 Jahren, Regie: Masaaki Yuasa, Drehbuch: Reiko Yoshida, Masaaki Yuasa, Kamera: Batiste Perron
Der Mittelschüler Kai Ashimoto zieht nach der Scheidung seiner Eltern mit seinem Vater von Tokio zum Großvater nach Hinashi, einem abgelegenes Fischernest. Schüchtern und in sich gekehrt, vermag Kai seine Gefühle nur in selbst verfassten Liedern zum Ausdruck zu bringen, die er im Internet postet. Da fordern ihn seine Klassenkameraden Kunio und Yûho auf, ihrer Band "Seirèn" beizutreten, die auf der "Meerjungfrauen-Insel" Ningyojima probt. Magisch angezogen von Kais Liedern, taucht plötzlich die kleine Nixe Lu auf, tanzt und singt. Von da an besucht sie Kai immer wieder, und im Laufe ihrer langsam wachsenden Freundschaft lernt Kai, sich mehr und mehr zu öffnen.

Sonntag, 13. Januar, 19.30 Uhr und Sonntag, 27. Januar, 19.15 Uhr
"Daremo Mamotte Kurenai"/"Nobody to Watch Over Me"
J 2009, 118 Minuten, OmeU, digital, ab 18 Jahren, Regie: Ryôichi Kimizuka, Drehbuch: Ryôichi Kimizuka, Satoshi Suzuki, Kamera: Naoki Kayano, Darsteller: Kôichi Satô, Mirai Shida, Ryûhei Matsuda u. a.
Detektiv Katsuura wird dazu abgestellt, Saori, die 15-jährige Schwester eines Täters, zu beschützen. Doch ein Versteck nach dem anderen fliegt auf, und so bleibt Katsuura, der eigentlich genug private Sorgen hat, nichts anderes übrig, als mit dem völlig verstörten Mädchen aus der Stadt zu fliehen. Dass Saori in ihm eher einen Feind als einen Beschützer sieht, macht seine Aufgabe nicht leichter.

Montag, 14. Januar, 18.30 Uhr
"Ryuichi Sakamoto: Coda"
USA/J 2017, 102 Minuten, OmU, digitalDCP, ab 6 Jahren, Regie/Drehbuch: Stephen Nomura Schible, Kamera: Neo S. Sora, Tom Richmond
Der in Tokio geborene Regisseur Stephen Nomura Schible, der für sein Langfilmdebüt Sakamoto über fünf Jahre begleitete, schuf ein sensibles und zugleich fesselndes Porträt des Ausnahmekünstlers Ryûichi Sakamoto. 1952 geboren, zählt er zu den bekanntesten japanischen Komponisten und Musikern.

Montag, 14. Januar, 20.45 Uhr
"Ryuichi Sakamoto: Async at the Park Avenue Armory"
USA/J 2018, 65 Minuten, englische Originalfassung, digitalDCP, keine Altersbegrenzung, Regie: Stephen Nomura Schible, Kamera: Tom Richmond, Neo S. Sora
Konzertfilm über Sakamotos erste Live-Performance seines von führenden Musikzeitschriften gefeierten Albums "async", die er im April 2017 an zwei Abenden im nur knapp 200 Zuschauer fassenden Veterans Room des New Yorker Park Avenue Armory präsentierte.

Freitag, 18. Januar, 17.30 Uhr
"Ichiyo raifuku"/"Life goes on"
J 2017, 81 Minuten, OmeU, digital1080p, ab 18 Jahren, Regie: Mia Yoon, Drehbuch: Mia Yoon, Hiroshi Nishio, Kamera: Takeshi Tsuji
Der Film stellt bewundernswerte innere Stärke dar, die Vorbild sein, Mut machen und Zuversicht geben kann. Nach dem schweren Erdbeben vom 11. März 2011 in der Tôhoku-Region und dem verheerenden Tsunami wurden von vielen Seiten immense Anstrengungen für den Wiederaufbau unternommen, die nicht hoch genug geschätzt werden können.

Freitag, 18. Januar, 20 Uhr
"Raizu Appu"/"Rise Up"
J 2009, 85 Minuten, OmeU, digital1080p, ab 18 Jahren, Regie: Ryô Nakajima, Drehbuch: Shingo Irie, Kamera: Masami Inomoto, Darsteller: Kento Hayashi, Rio Yamashita, Munetaka Aoki, Taiki Nakabayashi, Yasuhito Shimao u. a.
Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit dem aus Japan angereisten Regisseur Ryô Nakajima statt.
Seit sie vor einem Jahr von einem Unbekannten angefahren und hilflos auf der Straße zurückgelassen wurde, ist Rui blind. Noch immer traumatisiert und unfähig, ihr neues Leben ohne Augenlicht anzunehmen, verweigert sie stur jegliche Reha-Maßnahme und kapselt sich von der Außenwelt ab. Da stolpert sie ins Leben des Oberschülers Wataru, der - fasziniert vom Gleitschirmfliegen - nichts lieber mag, als durch die Luft zu schweben, sich die Welt von oben anzusehen und auf die eine, besondere Strömung zu warten, die ihn weit hinauf trägt in den Himmel.

Samstag, 19. Januar, 17 Uhr und Sonntag, 27. Januar, 11.30 Uhr
"Tsubaki Sanjûrô"/"Sanjuro"
J 1962, 96 Minuten, OmU, digitalDCP, ab 12 Jahren, Regie: Akira Kurosawa, Drehbuch: Ryûzô Kikushima, Hideo Oguni, Akira Kurosawa, Kamera: Fukuzô Koizumi, Takao Saitô, Darsteller: Toshirô Mifune, Tatsuya Nakadai, Yûzô Kayama u. a.
Vordergründig an "Yôjimbô"  anknüpfend, begeistert dieser Film durch seine großartige Mischung aus Action und Schwertkampf, Spannung, Ironie und Humor. In tiefster Nacht treffen sich neun junge Samurai in einem alten, abgelegenen Schrein im Wald. Angewidert von der Korruption in ihrem Clan, wollen sie diese nicht länger hinnehmen.

Sonntag, 20. Januar, 17 Uhr
"Yoru Wa Mijikashi Aruke Yo Otome"/"The Night Is Short, Walk on Girl"
J 2017, 93 Minuten, OmU, digitalDCP, ab 16 Jahren, Regie: Masaaki Yuasa, Drehbuch: Makoto Ueda nach einer Vorlage von Tomihiko Morimi, Kamera: Batiste Perron
Eine romantische Anime-Komödie, mehrfach preisgekrönt, in der Yuasa mit gängigen Sehgewohnheiten aufräumt: ein unkonventionell umgesetztes Potpourri von schrägen Einfällen, bunt und schrill wie auf Ecstasy. Er (Student) erblickt sie (jüngere Kommilitonin mit schwarzem Haar) - und schon ist es um ihn geschehen. Beim Wiedersehen auf einer Hochzeit beschließt er, ihr seine romantischen Gefühle zu offenbaren. Doch auf einmal ist sie weg, auf der Suche nach "Ratatatam", einem ihrer Lieblingsbücher aus Kindertagen.

Sonntag, 20. Januar, 19.15 Uhr und Donnerstag, 31. Januar, 19 Uhr
"Sora Tobu Taiya"/"Recall"
J 2018, 119 Minuten, OmeU, digital1080p, ab 18 Jahren, Regie: Katsuhide Motoki, Drehbuch: Tamio Hayashi nach einer Vorlage von Jun Ikeido, Kamera: Jun’ichi Fujisawa, Darsteller: Tomoya Nagase, Dean Fujioka, Issey Takahashi u. a.
Ein schöner, sonniger Nachmittag. Da löst sich völlig unvermittelt während der Fahrt ein Reifen vom schweren Lastwagen und verletzt eine junge Mutter tödlich, die mit ihrem Kind unterwegs ist. Rasch gelangt die Polizei zum Schluss, der Unfall sei auf unzureichende Wartung zurückzuführen. Damit ist das Schicksal der Transportfirma, zu deren Fuhrpark der LKW gehört, besiegelt. Die Medien stürzen sich auf das kleine Unternehmen, Kunden kündigen, und auch die Bank setzt Firmenchef Akamatsu massiv unter Druck. Verzweifelt versucht er, das Überleben der vom Vater geerbten Firma zu sichern. Da erfährt Akamatsu, dass sein für den LKW zuständiger Mechaniker das Fahrzeug regelmäßig sehr gründlich überprüft hatte und dies auch belegen kann - ein Wartungsfehler ist ausgeschlossen. Akamatsus Gerechtigkeitssinn erwacht, und als ihm Gerüchte über ähnliche Fälle bei Fahrzeugen desselben Herstellers zu Ohren kommen, fängt er an, auf eigene Faust zu ermitteln.

Montag, 21. Januar, 17.30 Uhr
"Terumae Romae"/"Thermae Romae"
J 2012, 108 Minuten, OmeU, digital, ab 18 Jahren, Regie: Hideki Takeuchi, Drehbuch: Shôgo Mutô nach einer Vorlage von Mari Yamazaki, Kamera: Kazunari Kawagoe, Darsteller: Hiroshi Abe, Aya Ueto, Kazuki Kitamura u. a.
Rom zur Zeit Kaiser Hadrians: Architekt Lucius trifft mit seinen konventionellen Bauplänen für die gerade sehr beliebten Badehäuser ("thermae") nicht mehr den Geschmack der Zeit. Viel zu bieder sind seine Entwürfe, um seine Auftraggeber zu begeistern. Frustriert sucht er Trost und Entspannung in einer der Thermen - da wird er unter Wasser urplötzlich von einem gewaltigen Sog erfasst und landet durch einen Zeitsprung in einem öffentlichen Bad ("sentô") im heutigen Japan.

Montag, 21. Januar, 20 Uhr
"Nonchan Noriben"/Norikos Noriben"
J 2009, 107 Minuten, OmU, digital, ab 18 Jahren, Regie: Akira Ogata, Drehbuch: Akira Ogata, Takuji Suzuki, Kamera: Norimichi Kasamatsu, Darsteller: Manami Konishi, Rio Sasaki, Mitsuko Baishô, Ittoku Kishibe u. a.
Kurz entschlossen verlässt Komaki ihren Ehemann und kehrt mit ihrem Kind Non-chan ins Haus ihrer davon nur mäßig begeisterten Mutter im traditionellen Tokioter Viertel Kyôjima/Sumida-ku zurück. Doch als 31-jährige alleinerziehende Mutter ohne Berufserfahrung eine passende Stelle zu finden, erweist sich als schwierig. Da entdeckt Komaki durch Zufall im kleinen Restaurant Totoya, wie genial japanische Kochkunst sein kann. Als ihre liebevoll gestalteten Lunchboxen ("o-bentô") in Non-chans Kindergarten reißenden Absatz finden, hat sie eine zündende Idee.

Sonntag, 27. Januar, 16.30 Uhr
"Shin Gojira"/"Shin Godzilla"
USA 1977, 124 Minuten, Originalfassung, digital1080p, ab 12 Jahren, Regie/Drehbuch: Robert Altman, Kamera: Chuck Roscher, Darsteller: Shelley Duvall, Sissy Spacek, Janice Rule, Robert Fortier, Ruth
Nelson, John Cromwell, Sierra Pecheur u. a.
Als die japanische Küstenwache eine unbemannte Yacht in der Bucht von Tokio entdeckt, ahnt sie noch nichts Böses. Doch dann zeigen Videoaufnahmen vulkanartige Explosionen unter Wasser, die eine Naturkatastrophe befürchten lassen. Bald wird klar: eine angsteinflößende Kreatur aus dem Wasser ist Richtung Tokio unterwegs. Sie hinterlässt eine Schneise der Verwüstung und Panik bricht aus. Politik und Militär bemühen sich mit Unterstützung einer US-Agentin, die Bevölkerung aus der Gefahrenzone zu bringen und das zornige Monster zu stoppen.

Montag, 28. Januar, 19 Uhr
"Sugihara Chiune"/"Persona Non Grata"
J 2015, 139 Minuten, OmU, digitalDCP, ab 12 Jahren, Regie: Cellin Gluck, Drehbuch: Tetsuo Kamata, Hiromichi Matsuo, Kamera: Garry Waller, Darsteller: Toshiaki Karasawa, Koyuki, Gaku Hamada u. a.
Litauen vor 80 Jahren: 1939 wird der japanische Diplomat Chiune Sugihara Vizekonsul von Japan in Kaunas. Mit wachsender Sorge beobachtet er die deutschen und sowjetischen Truppenbewegungen, die er nach Tokio meldet, und arbeitet zugleich mit dem polnischen Geheimdienst zusammen. Als sich 1940 mit der sowjetischen Besetzung Litauens die Lage jüdischer Flüchtlinge aus Polen verschärft und sich Hunderte verzweifelt vor dem japanischen Konsulat einfinden, um ein Ausreisevisum zu erbitten, beginnt Sugihara schließlich in Eigeninitiative Transitvisa für Japan auszustellen - und das obwohl die meisten Antragsteller die offiziellen Vergabekriterien nicht erfüllen.

Montag, 30. Januar, 19 Uhr
"Shinpan"/"The Trial"
J 2018, 113 Minuten, OmeU, digitalDCP, ab 18 Jahren, Regie/Drehbuch: John Williams, Kamera: Yoshinobu Hayano, Darsteller: Tsutomu Niwa, Rino Tsuneishi, Jun’ichi Tanabe, Yûsaku Kudô, Shizuko Kawakami, Tomoko Hayakawa u. a.
Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit Regisseur John Williams (in englischer Sprache) statt.
Als der Bankangestellte Yôsuke Kimura an seinem 30. Geburtstag erwacht, stehen zwei Fremde vor seinem Bett und erklären ihm, er sei verhaftet. Warum, bleibt offen, auch der später zugestellte Haftbefehl liefert keine Antwort. Seine Versuche, etwas über das ihm vorgeworfene Vergehen und den Inhalt der Anklage zu erfahren, scheitern, während die bürokratischen Mühlen stetig weiter mahlen. Jeder scheint von seinen Verfehlungen zu wissen und nicht an deren Schwere zu zweifeln. Die Vorladung vor Gericht gerät zur Farce, und sein Rechtsbeistand ist auch keine Hilfe.
 

Teile diesen Artikel: