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„Frühstart-Programm“: Umfassende Nachsorge-Angebote für Eltern frühgeborener Babys

„Frühstart-Programm“: Umfassende Nachsorge-Angebote für Eltern frühgeborener Babys

Im Jahr 2017 wurden in den Kreißsälen des Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) mehr als 200 Frühchen geboren – 59 Babys hatten ein Körpergewicht von weniger als 1.500 Gramm. Um Eltern frühgeborener Babys auch in den ersten Monaten nach dem Verlassen der Klinik optimal zu unterstützen, bietet die Neonatologie am UKD unterschiedliche Nachsorge-Angebote speziell für Frühchen an.

Laut WHO ist eines von zehn Babys weltweit eine Frühgeburt

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eins von zehn Babys weltweit eine Frühgeburt – Tendenz steigend. Als Frühgeburt gilt jede Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche. Etwa 30 Prozent aller Frühchen werden vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren und wiegen weniger als 1.500 Gramm. Für gewöhnlich dauert eine Schwangerschaft 40 Wochen, wird ein Kind deutlich früher geboren, kann es sein, dass noch nicht alle Organe vollständig ausgebildet sind. „Besonders das Gehirn der Babys ist in dieser Zeit noch sehr empfindlich“, erklärt Margit Holtschlag, Fachkinderkrankenschwester am UKD und Koordinatorin des Programms ‚Frühstart‘. „Frühgeborene benötigen daher sehr behutsame und sich auf den Reifeprozess positiv auswirkende Impulse.“ Als überlebensfähig gelten aktuell alle Geburten nach der Vollendung der 23. Schwangerschaftswoche.

„Frühstart-Programm“ am UKD: Unterstützung für Eltern in den ersten Wochen nach dem Krankenhausaufenthalt

Risikoschwangere und Frühgeborene benötigen eine besondere Betreuung – sowohl vor und nach der Geburt als auch nach dem Entlassen aus dem Krankenhaus. „Viele Eltern sind nervös, wenn sie mit ihrem Frühchen das Krankenhaus verlassen und ein neues Familienleben beginnen. Die meisten Eltern wünschen daher weitere Beratung und Begleitung“, so Margit Holtschlag. „Mit unserem Programm wollen wir die Eltern, die dies wünschen, unterstützen und ihnen Impulse, Ideen und Anleitungen zur Entwicklung ihrer Babys anbieten.“

Der aus sechs ambulanten Veranstaltungen bestehende ‚Frühstart‘-Kurs beinhaltet spezielle Übungen zur Förderung der sensorischen Integration und motorischen Entwicklung des Kindes sowie Anleitungen für Babymassagen. Zudem sind medizinische, pflegerische und psychologische Beratungen Teil von geleiteten Elterngesprächen zum Erfahrungsaustausch und Beantworten individueller Fragen und Unsicherheiten. Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht kleiner als 1.500 Gramm und unterhalb der 32. Schwangerschaftswoche erhalten auf Wunsch in der Regel einen Platz, bei allen anderen Frühchen werden die Optionen im persönlichen Gespräch mit der jeweilig zuständigen Kinderkrankenschwester geklärt.

Hintergrund Neonatologie:
Die Neonatologie kümmert sich als Zweig der Kinderheilkunde um Früh- und Neugeborene. Auf der neonatologischen Station in der Kinderklinik des UKD erfolgt die Betreuung und Behandlung von nicht (mehr) beatmungspflichtigen Frühgeborenen sowie Früh- und Neugeborenen mit angeborenen Fehlbildungen und dem gesamten Spektrum von Erkrankungen der Neugeborenen-Periode. In enger Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe bildet die Düsseldorfer Neonatologie das Perinatalzentrum des UKD, welches im vergangenen Jahr von der Ärztekammer Nordrhein als zertifiziertes Perinatalzentrum Level 1mit der höchsten Qualitätsstufe ausgezeichnet wurde.

Weitere Informationen für Interessierte zum Perinatalzentrum und dem Frühstart-Nachsorge-Angebot finden sich auf den Seiten der UKD-Frauenklinik und der Kinderklinik.

Kontakt: Frühgeborenen-Nachsorge Station KK05, Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstraße 5, 40225 Düsseldorf, Tel. 0211/81-17658 oder Mobil 0170/7116933

 

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