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Hinter den Kulissen der Corona-Impfung

Das Düsseldorfer Impfzentrum verzeichnet seit dem Impfstart am 8. Februar bereits 8.028 (Stand: 21.02.2021) Impfungen. Für einen reibungslosen Ablauf der Impfungen in dem 8.000 Quadratmeter großen Areal in der Merkur Spiel-Arena arbeiten bei Vollauslastung bis zu 150 Menschen hinter den Kulissen der Impfstelle. Hinzu kommen noch Ärzte und medizinisches Fachpersonal, welches durch die Kassenärztliche Vereinigung bereitgestellt wird.

Um das Impfzentrum gegen unberechtigtes Betreten zu schützen, müssen sich die Mitarbeitenden in der Sicherheitskontrolle legitimieren. Für die Akkreditierung der Beschäftigten sind mehrere Mitarbeitende der städtischen Tochter D.Live, die Betreiberin der Merkur Spiel-Arena ist, beauftragt. Im Akkreditierungssystem werden alle Personen erfasst und erhalten an der Akkreditierungsstelle ihre Zugangsberechtigungen, die mittels QR-Code-Scannung im Impfzentrum überprüft werden. Zudem erhalten auch die Menschen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind und zurzeit geimpft werden, über diese Anlaufstelle Zutritt zum Impfzentrum.

Die Merkur Spiel-Arena wurde unter anderem aufgrund der guten Erreichbarkeit als Impfstelle ausgewählt. Egal, ob Anreise mit dem Auto, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit einem Taxi – das Impfzentrum ist auf die individuelle Anreise bestens vorbereitet. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Barrierefreiheit gelegt. So werden die Besucher direkt im Eingangsbereich durch Beschäftigte des Klüh Wheelchair Services empfangen und bieten ihre individuelle Hilfe an. Dies kann von einer persönlichen Begleitung zu den Aufzügen und Treppenaufgängen, bis hin zu Hilfestellungen beim Ein- und Aussteigen aus den Fahrzeugen sowie die Unterstützung mobilitätseingeschränkter Besucher*innen mit bereitstehenden Rollstühlen sein.

Im Eingangsbereich der Multifunktionsarena ist der Check-In des Impfzentrums untergebracht. An bis zu 17 Schaltern können sich die Besucher*innen anmelden. Die administrativen Tätigkeiten werden dort von geschultem Personal, welches die Kassenärztliche Vereinigung bereitstellt, durchgeführt. Dabei werden die mitgebrachten Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft sowie unvollständige und vergessene Unterlagen ergänzt.

Bereits im Anschluss an den Check-In werden im Hintergrund die Vakzine für jeden einzelnen Impfling vorbereitet. Mit dieser sogenannten Rekonstitution sind bis zu drei Apothekerinnen und Apotheker sowie pharmazeutisch-technische Angestellte beschäftigt. Zusätzlich wird eine Fachkraft benötigt, den Astrazeneca Impfstoffs zu portionieren, sowie ein verantwortlicher Apotheker für die Dokumentation und Organisation.

Die vorbereiteten Vakzine müssen nach der Aufbereitung zu den einzelnen Impfboxen transportiert werden. In Angesicht der Größe und Weitläufigkeit der Impfstelle eine logistische Herausforderung. Hierzu setzt das Impfzentrum mehrere Mitarbeitende der Special Security Services ein, die den einzelnen Impfbereichen zugeteilt sind. Mit farblichen Markierungen werden die unterschiedlichen Impfstoffhersteller gekennzeichnet und so eine Verwechselung auf den Transportwegen verhindert. Durch dieses Zusammenspiel der Schnittstellen Check-In, Impfstoffaufbereitung und Impfstoffverteilung können die einzelnen Impfungen nahtlos ineinander übergehen und längere Wartezeiten verhindert werden.

Neben den Impfärzten unterstützen auch medizinische Fachangestelle (MFA) bei den Verimpfungen. In den insgesamt 46 Impfboxen sorgen die MFA für einen reibungslosen Ablauf der Impfung. Neben der hygienischen Herrichtung der Impfboxen zählen unter anderem die Kontrolle, ob für den jeweiligen Impfling auch der richtige Impfstoff vorliegt, sowie die Unterstützung bei Zusammenstellung der Impfunterlagen zu ihren Aufgaben.

Um alle Schnittstellen zu bedienen sowie die Arbeitsabläufe anzupassen und abzustimmen, sind viele weitere Helfer*innen im Hintergrund tätig. Ein wichtiger Baustein ist die Bestellung und Organisationen rund um den Impfstoff, der durch Mitarbeitende der Feuerwehr Düsseldorf übernommen wird. Sie sind federführend für die Impfstoffbestellung, Impfstoffverteilung sowie für viele weitere organisatorische Abstimmungen und Entscheidungen verantwortlich.

So sind es im Impfzentrum etliche Mitarbeitende ganz unterschiedlicher Berufsgruppen, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen und sich dafür einsetzen, den Besuchern die Impfung so unkompliziert und angenehm wie eben möglich zu machen.

Für Fragen zum Thema "Coronavirus" hat die Landeshauptstadt ein Informationsportal eingerichtet unter der Adresse: www.duesseldorf.de/corona

D.Live-Mitarbeiterin Monie Wilhelm empfängt die Mitarbeitenden des Impfzentrums und Impflinge priorisierter Berufsgruppen in der Akkreditierungsstelle
© Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young

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