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Info Ordnungsamt: Feuerwerk nur Silvester und Neujahr zünden

Info Ordnungsamt: Feuerwerk nur Silvester und Neujahr zünden

Das Ordnungsamt der Landeshauptstadt weist daraufhin, dass zum Jahreswechsel nur am Montag, 31. Dezember, und am Dienstag, 1. Januar, "geknallt" werden darf. Menschen, die Feuerwerkskörper früher oder auch später abbrennen, begehen eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Ebenfalls geahndet wird der Verkauf von Feuerwerkskörpern mit Altersbegrenzung ab 18 Jahren an Kinder und Jugendliche.

Der Verkauf beginnt am Freitag, 28. Dezember. Das Abbrennen von Feuerwerk in der unmittelbaren Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Seniorenheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen ist untersagt. Außerdem gilt auch in diesem Jahr ein Feuerwerksverbot in der Düsseldorfer Altstadt von Montag, 31. Dezember, 20 Uhr bis Dienstag, 1. Januar 2019, 6 Uhr. Weitere Informationen zum Feuerwerksverbot in der Altstadt: www.duesseldorf.de/ordnungsamt/feuerwerksverbot.html

Die Feuerwehr Düsseldorf erinnert kurz vor dem Jahreswechsel daran, dass es wegen unsachgemäßen Umgangs mit Böllern und Raketen jedes Jahr an Silvester und Neujahr zu Einsätzen kommt, bei denen zum Teil schwere Verletzungen behandelt werden müssen. "Wir möchten niemandem das Abschießen von Feuerwerk verbieten. Aber jeder, der Feuerwerk abschießt, sollte bedenken, dass davon bei unsachgemäßem Gebrauch eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben ausgehen kann", erklärt Feuerwehr-Chef David von der Lieth.

Dies bestätigt die Statistik der vergangenen Neujahrsnächte. Immer wieder kommt es zu Verbrennungen im Gesicht und an den Händen, Augenverletzungen und Hörschäden. Aber auch abgerissene Finger können das Resultat sein, wenn ein Böller in der Hand explodiert. Vom Silvesterabend 2017 bis zum frühen Morgen des neuen Jahres 2018 zum Beispiel mussten 157 Menschen (2015/2016: 186) durch den Rettungsdienst versorgt werden. Die meisten davon kamen zur Behandlung ins Krankenhaus. Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich zum Jahreswechsel 2017/18 sieben Menschen (2016/17: ein Mensch) durch Feuerwerkskörper verletzt hatten.

Auch die Brandschutzeinheiten sind zum Jahreswechsel besonders gefordert. In der Zeit von 22 Uhr am Silvesterabend 2017 bis zum Neujahrsmorgen 2018 rückten die Feuerwehrleute 47 Mal (2016/2017: 114 Mal) zu Brandeinsätzen aus. Bei den meisten Bränden in der Stadt handelte es sich um Kleinbrände, oft verursacht durch Feuerwerkskörper.

Einige größere Brände hatten in der Silvesternacht 2017/18 die Einsatzkräfte gefordert: Um 22.04 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brandereignis in einem Hochhaus auf der Güstrowerstraße in Garath alarmiert. Dort brannte es auf einem Balkon in der 11. Etage. Das Feuer griff auch auf die Wohnung über, konnte von der Feuerwehr aber recht schnell unter Kontrolle gebracht werden. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine Personen in der Wohnung. Verletzte gab es bei diesem Einsatz keine.

Um 2.27 Uhr wurde die Feuerwehr zur Münsterstraße gerufen. Dort wurde in zwei Ladenlokalen eine Verrauchung festgestellt. Nachdem die Einsatzkräfte sich gewaltsam Zugang in die Ladenlokale verschafft hatten, konnte der Brandort schnell ausfindig gemacht werden. In einem Geschäft für Computerreparaturen hatten in einem Raum mehrere Computer gebrannt und die Verrauchung verursacht.

Damit alle Düsseldorfer friedlich und unbeschadet ins neue Jahr kommen, hat die Feuerwehr Tipps zum sachgerechten Umgang mit Feuerwerkskörpern und Raketen zusammengestellt:

• Nur in Deutschland zugelassenes Feuerwerk kaufen und verwenden.

• Feuerwerkskörper gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen (Ausnahme sind für alle Altersklassen frei gegebene Produkte) oder alkoholisierten Menschen.

• Unbedingt vor dem Zünden die Gebrauchsanweisung lesen. Feuerwerkskörper und Raketen nur im Freien verwenden.

• Nach dem Anzünden der Zündschnur mindestens acht Meter Sicherheitsabstand um das Feuerwerk herum einhalten und darauf achten, dass sich niemand anderes in diesem Radius aufhält.

• Feuerwerkskörper nicht von Balkonen werfen, Raketen nicht vom Balkon aus starten.

• Ausreichend Sicherheitsabstand zu anderen Menschen, Gebäuden, Bäumen und Fahrzeugen einhalten.

• Knaller nicht in Richtung von anderen Menschen werfen oder gar schießen.

• Feuerwerk nicht bündeln oder gemeinsam anzünden; auch nicht in Dosen, Flaschen, Briefkästen oder Altpapiercontainern zünden.

• Besonders bei Kindern auf schwer entflammbare Kleidung achten, Silvester keine Kunstfaserstoffe wie etwa Fleece anziehen.

• Vermeintliche Blindgänger nicht anfassen, sie können auch noch verspätet zünden. Keinesfalls nachzünden, wegen der zu kurzen Zündschnur explodiert der Knaller möglicherweise sofort. Blindgänger mit Wasser übergießen und unbrauchbar machen, denn gerade für Kinder, die solche Kracher nicht zünden dürfen, sind sie spätestens am nächsten Tag eine große Gefahr.

• Raketen nur senkrecht starten. Dazu eine Glasflasche verwenden. Die Flasche muss einen sicheren Stand haben. Keinesfalls Raketen aus der Hand starten.

• Die Flugbahn der Rakete abschätzen und die Auftreffstelle nach dem Ausbrennen beobachten.

• Nach Möglichkeit vor Silvester brennbare Gegenstände von Balkonen entfernen und Fenster schließen. Manchmal werden Raketen gezielt in geöffnete Fenster, auf Balkone oder andere brennbare Gegenstände geschossen.

• Bei Bodenfeuerwerk, wie Goldregen die Richtung des Funkenfluges beachten - dort sollten keine brennbaren Stoffe sein.

• Bei Leuchtbatterien auf die Standsicherheit achten. Tipp: ein Brett als Unterlage verwenden.

• Spätestens am nächsten Morgen die Abfälle der Nacht von der Straße und dem Gehweg entsorgen. Auf keinen Fall die Feuerwerksreste direkt nach dem "Knallen" in der Mülltonne entsorgen, da glimmende Reste auch noch nach Stunden zu einem Brand in Müllbehältern führen können.

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