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Kinderbetreuung in Düsseldorf wird weiter ausgebaut

Kinderbetreuung in Düsseldorf wird weiter ausgebaut

Zum Start des neuen Kindergartenjahres am 1. August stehen insgesamt 25.700 Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt zur Verfügung; am Ende des neuen Kita-Jahres sollen es 26.700 Plätze sein. Damit ist die Landeshauptstadt Düsseldorf bei der Kinderbetreuung gut positioniert und erreicht eine Versorgungsquote von rund 47 Prozent bei Kindern unter drei Jahren und von rund 100 Prozent bei Kindern von drei Jahren bis zum Schuleintritt.


Auch die Tagespflege für U3-Kinder wird weiter ausgebaut und erreicht im neuen Kita-Jahr die Zahl von 2.850 Plätzen (aktueller Stand: 2.635). "In der wachsenden Landeshauptstadt gibt es einen hohen und weiter steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Schuleintritt. Um die Betreuungssituation weiter zu verbessern, sind also sehr große Anstrengungen notwendig, die wir auch leisten," erklärt Stadtdirektor und Jugenddezernent Burkhard Hintzsche.

In den letzten vier Jahren hat sich die Zahl der Kinder im Alter unter drei Jahren um rund 2.000 von 17.250 auf 19.263 erhöht. Auch im Alter von drei bis fünf Jahren stieg die Zahl der Kinder von 16.056 auf 17.170 um mehr als 1.100. Für diese Kinder mussten in den letzten Jahren neue Plätze geschaffen werden, ohne dass sich die Versorgungsquote dadurch erhöht hätte. "Doch auch die Versorgungsquote im U3-Bereich soll weiter gesteigert werden,“ versichert Hintzsche.

Die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder mit Behinderungen bleibt im neuen Kita-Jahr unverändert bei fast 600 Plätzen. In mehr als jeder dritten Einrichtung wird im kommenden Kindergartenjahr ein ausgewiesenes Angebot für Kinder mit Behinderungen gemacht. Die Steigerung ist auf eine Ausweitung der Einzelintegrationsmaßnahmen zurückzuführen.

Die erhöhte Nachfrage durch den Zuzug von Flüchtlingen wird auch in der Jugendhilfeplanung berücksichtigt. Mit dem weiteren Ausbau der Kinderbetreuung in Düsseldorf werden genügend Betreuungsangebote für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen, so dass auch Flüchtlingskinder betreut werden können.

Neue Tageseinrichtungen
Es entstehen kontinuierlich neue Tageseinrichtungen in Düsseldorf, um die Kinderbetreuung zu verbessern. So sind im Schnitt der letzten sechs Jahre jedes Jahr zehn neue Tageseinrichtungen in Betrieb gegangen. Im jetzt abgelaufenen Kita-Jahr sind sieben neue Tageseinrichtungen an den Start gegangen:
• Grafenberger Allee 287 mit 57 Plätzen in Düsseltal,
• Kavalleriestraße 6 mit 57 Plätzen in Unterbilk,
• Völklinger Straße 4 mit 60 Plätzen in Unterbilk,
• Heinegärten mit 58 Plätzen in Heerdt,
• Hochstraße 8a (Ersatzneubau) mit 62 Plätzen in Urdenbach,
• Malmedyer Straße mit 57 Plätzen in Heerdt,
• Moorenstraße mit 80 Plätzen in Bilk.

In den ersten Monaten des neuen Kindergartenjahres 2017/2018 werden folgende Tageseinrichtungen für Kinder realisiert oder erweitert:
• Tersteegenstraße, zusätzlich zwei Gruppen mit 20 Plätzen in Golzheim,
• Daimlerstraße (Ersatzneubau) mit 94 Plätzen in Flingern Nord,
• Lindenstraße zusätzlich zwei Gruppen mit 20 Plätzen in Flingern Nord,
• Flügelstraße (Ersatzneubau) mit 114 Plätzen in Oberbilk,
• Siegburger Straße mit 128 Plätzen in Oberbilk,
• Ulenbergstraße mit 70 Plätzen in Bilk,
• Am Litzgraben mit 57 Plätzen in Angermund,
• Kanzlerstraße, zusätzlich zwei Gruppen mit 40 Plätzen in Rath,
• Vereinsstraße, zusätzlich eine Gruppe mit 20 Plätzen in Gerresheim,
• Grüner Weg mit 30 Plätzen in Eller,
• Roderbirkener Straße (Ersatzneubau) mit 99 Plätzen in Wersten.

Die Stadt Düsseldorf betreibt 102 Kindertagesstätten. Insgesamt sind für die Betriebsführung 1.266,69 Vollzeitstellen vorgesehen. Zum 1. August werden 38 Jahrespraktikantinnen und Jahrespraktikanten, die derzeit in den städtischen Kitas arbeiten, eine unbefristete Stelle erhalten. Weitere Einstellungen von externen Fachkräften erfolgen zum 1. August, so dass die Anzahl der Stellenvakanzen dann unter einem Prozent liegen wird. Von Freien Trägern werden in der Landeshauptstadt weitere 250 Kindertagestätten betrieben, 21 nicht geförderte Kitas kommen noch hinzu.

Vergabeverfahren beschleunigt
Ein wichtiges Ziel, die Vergabeverfahren für Kinderbetreuungsplätze insgesamt zu beschleunigen, wurde erreicht. Dadurch, dass es eine Befristung von 14 Tagen für die Eltern gibt, binnen der sie sich für das Platzangebot einer Kita entscheiden müssen, konnte die Platzvergabe in den ersten Monaten des Vergabezeitraums erkennbar beschleunigt werden. "Damit kommen wir dem Anliegen vieler Eltern entgegen, die gerne frühzeitig wissen, ob und zu welchem Termin ihr Kind in einer Kinderbetreuung aufgenommen wird," stellt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche fest.

Eines der Ziele für das neue Kita-Jahr 2017/18 ist die Weiterentwicklung des Info-Systems-Tagespflege zu einem Tagespflege-Navigator. Künftig wird es Eltern dadurch möglich sein, die Online-Vormerkfunktion auch für die Tagespflege zu nutzen. Das führt zu einer strukturellen Stärkung der Tagespflege.

Zum neuen Kita-Jahr wechseln rund 936 Kinder (Stand 17. Juli 2017) von der Tagespflege in die Kita. Besonders häufig finden Wechsel in den Stadtbezirken 1, 2 und 3 in der Innenstadt statt, was auf eine insgesamt hohe Zahl an Tagespflegeangeboten zurückzuführen ist. Die Zahl der Kitas, die auch Ü3-Kinder aus der Tagespflege aufnehmen, wird in den nächsten beiden Jahren erheblich erhöht. "Mit der engeren Verzahnung von Kindertagespflege und Kita-Betreuung wollen wir den nahtlosen Übergang eines Kindes von einer Betreuung in Tagespflege in eine Kita-Betreuung gewährleisten. Das macht Kindertagespflege letztlich noch attraktiver, weil die Eltern nicht befürchten müssen, nach der Tagespflege lange nach einem Kitaplatz suchen zu müssen," erklärt Hintzsche, der abschließend feststellt: "Der Ausbau der Kinderbetreuung in Düsseldorf ist eine Mammutaufgabe vor dem Hintergrund der wachsenden Zahl an Kindern. Dabei vergessen wir nicht die Verbesserungen im Detail, um Kindern die bestmöglichen Rahmenbedingungen in der Betreuung zu bieten."

Mehr Infos rund um die Kinderbetreuung sind im Internet-Angebot des Jugendamtes zu finden.

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