Kita-Jahr 2019/2020

Kita-Jahr 2019/2020
Düsseldorf investiert viel in den Ausbau der Kinderbetreuung
Fachpersonal sowie neue Grundstücke und Räumlichkeiten dringend gesucht

Düsseldorf investiert weiter viel in den Ausbau der Kinderbetreuung. Bis zum Ende des Kita-Jahres 2019/2020 (1. August 2019 bis 31. Juli 2020) wird es in Düsseldorf insgesamt 27.927 Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt geben. Gegenüber der aktuellen Zahl bedeutet das eine Steigerung um 1.165 Plätze. "Damit wird dem hohen und weiter steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in der wachsenden Landeshauptstadt Rechnung getragen", erläutert Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

Für Kinder unter drei Jahren gibt es nach der vorgelegten Planung zum 31. Juli 2020 insgesamt 9.385 Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen und der Tagespflege. Damit steht für 48,1 Prozent der betreffenden Kinder ein Platz zur Verfügung. Für Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt werden 18.542 Plätze zur Verfügung stehen, was einer Versorgungsquote von 102,1 Prozent entspricht.

Suche nach neuen Grundstücken und Räumlichkeiten
Wie sehr sich das Bevölkerungswachstum Düsseldorfs in den Zahlen niederschlägt, verdeutlicht Hintzsche mit dem Hinweis: "Hätten wir es in den letzten fünf Jahren mit konstanten Kinderzahlen zu tun gehabt, wären wir bei den Kinder unter drei Jahren bei einer Versorgungsquote von 54,4 Prozent und bei den Kindern ab drei Jahren bis zum Schuleintritt bei 112,5 Prozent. Wir kämpfen also nicht nur mit einem steigenden Bedarf, sondern auch mit der erhöhten Kinderzahl in unserer Stadt, die wir natürlich sehr begrüßen. Wir tun alles, was möglich ist, um zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten für Kinder zu schaffen. Dazu sind wir auf der ständigen Suche nach geeigneten Grundstücken und Räumlichkeiten, um neue Kitas zu schaffen."

Fachpersonal dringend gesucht
In diesem Zusammenhang machte der Stadtdirektor auf einen weiteren Engpass aufmerksam: "Wir müssen neben dem Neubau von Einrichtungen auch an die Aquirierung zusätzlicher Erzieherinnen und Erzieher denken. Dies wird zunehmend schwieriger. Daher werden im Jugendamt besondere Anstrengungen zur Gewinnung und Bindung des pädagogischen Fachpersonals unternommen. Wir haben eine breite Palette an Maßnahmen entwickelt, damit wir nicht irgendwann in die Verlegenheit kommen, zwar eine neue Kita errichtet, aber dafür nicht das notwendige Fachpersonal zu haben. Schließlich wollen wir auch auf die inzwischen attraktiver gewordene Bezahlung im Kita-Bereich aufmerksam machen: Eine ausgebildete Erzieherin oder ein ausgebildeter Erzieher verdient ohne Leitungsfunktion zwischen etwa 40.000 und 48.000 Euro brutto im Jahr. Dadurch wird meines Erachtens auch die Wertschätzung für diese Berufe zum Ausdruck gebracht."

Erweiterte Öffnungszeiten
Für Jugendamtsleiter Johannes Horn ist wichtig, dass im Kindergartenjahr 2019/2020 auch die Öffnungszeiten einiger Kitas erweitert werden: "Aus der Elternbefragung im letzten Jahr ging hervor, dass sich einige Eltern längere Öffnungszeiten ihrer Kita wünschen. Daher werden wir in 17 Kindertageseinrichtungen die Öffnungszeiten um fünf Stunden wöchentlich erweitern. Es handelt sich dabei um eine Zeitbudget, das flexibel für die Verlängerung der täglichen Öffnungszeit oder die Verlängerung der Öffnungszeit am Freitag oder auch anders verwandt werden kann. Auch können die Kontingente nach einem Kindergartenjahr auf andere Einrichtungen eines Trägers wechseln, wenn die Bedarfslage sich verändert. In einer Tageseinrichtung werden bereits bestehende sehr lange Öffnungszeiten auf Dauer abgesichert."

Der permanente Ausbau der Kinderbetreuung führt auch zu ständig höheren Kosten. "Wir haben in den letzten Jahren eine Betriebskostensteigerung von etwa zehn Millionen Euro pro Jahr - so auch für das Kitajahr 2019/2010. Es sind schließlich ja auch jedes Jahr etwa 1.000 neue Betreuungsplätze geschaffen worden. Ohne die investiven Ausgaben in neue Kitas belaufen sich die Betriebskosten nach dem Antrag auf Landesmittel nach dem Kinderbildungsgesetz auf etwa 230 Millionen Euro für 2019/2010. Die Kosten müssen im Wesentlichen vom Land und der Stadt getragen werden. Das ist nach meiner Überzeugung gut angelegtes Geld, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen", resümierte Burkhard Hintzsche.

Neue Tageseinrichtungen
Es entstehen kontinuierlich neue Tageseinrichtungen in Düsseldorf, um die Kinderbetreuung zu verbessern. 2018 nahmen zehn neue Tageseinrichtungen und eine erweiterte Einrichtung ihren Betrieb auf:

•    Flügelstraße mit 30 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 3 (Ersatzneubau)
•    Ulenbergstraße mit 70 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 3 (Neue Kita)
•    Prinzenallee II mit 50 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 4 (Neue Kita)
•    Werstener Friedhofstraße mit 50 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 9 (Weiterführung Provisorium)
•    Münsterstraße 304 mit 30 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 6 (Neue Kita)
•    Königsberger Straße mit 70 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 8 (Neue Kita)
•    Kevelaerer Straße 24 b mit 21 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 4 (Ersatzneubau)
•    Vereinsstraße 10 mit 20 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 7 (Erweiterung)
•    Flinger Richtweg mit 54 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 2 (Provisorum)
•    Schwannstraße mit 60 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 1 (Neue Kita)
•    Hügelstraße 65 mit 57 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 9 (Neue Kita)

Dreizehn neue Tageseinrichtungen sind in der bestehenden Planung:

•    Kaldenberger Straße 6 mit 94 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 9 (Neue Kita)
•    Dreherstraße 202 mit 40 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 7 (Ersatzneubau)
•    Dreherstraße 212 mit 30 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 7 (Neue Einrichtung)
•    Gladbacher Straße mit 34 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 3 (Ersatzneubau)
•    Matthias-Erzberger-Straße mit keinen zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 10 (Ersatzneubau)
•    Mindener Straße 54 mit 70 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 3 (Neue Einrichtung)
•    Oststraße 78 mit 40 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 1 (Neue Einrichtung)
•    Potsdamer Straße 41 mit 10 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 9 (Ersatzneubau)
•    Wanheimer Straße mit 70 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 6 (Neue Einrichtung)
•    Westfalenstraße mit 58 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 6 (Neue Einrichtung)
•    Wettinerstraße 6 mit 23 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 9 (Ersatzneubau)
•    Wimpfener Straße 17 mit 4 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 9 (Ersatzneubau)
•    Witzelstraße mit 68 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 3 (Neue Einrichtung)

Neun neue Tageseinrichtungen sind in die Planung 2019/2020 aufgenommen worden:

•    Am Schabernak mit 20 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 8 (Ersatzneubau)
•    Blumenthalstraße mit 40 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 1 (Ersatzneubau)
•    Fürstenwall mit 42 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 3 (Ersatzneubau)
•    Hartwichstraße 6 mit 60 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 4 (Weiternutzung Provisorium)
•    Heyestraße (Bunker) mit 30 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 7 (Neue Einrichtung)
•    Hohenzollernallee mit 30 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 2 (Erweiterung)
•    Rather Straße 110 mit 60 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 1 (Neue Einrichtung)
•    Tersteegenstraße 9 mit 30 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 1 (Neue Einrichtung)
•    Hypolitweg mit 20 zusätzlichen Plätzen im Stadtbezirk 7 (Neue Einrichtung)

Maßnahmenkatalog Personalentwicklung im Bereich Tageseinrichtungen für Kinder 446 KB

Betreuungsangebote für Kinder bis zum Schuleintritt - 2019/2020 826 KB

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