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Kita-Jahr 2020/21 startet am 1. August im eingeschränkten Regelbetrieb

Zum Start des neuen Kindergartenjahres am 1. August stehen insgesamt 28.000 Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt zur Verfügung. Am Ende des Kita-Jahres sollen es 29.000 Plätze sein. Damit ist die Landeshauptstadt Düsseldorf bei der Kinderbetreuung gut positioniert und erreicht eine Vollversorgung bei Kindern über drei Jahren bis zum Schuleintritt. Die Versorgungsquote bei Kindern unter drei Jahren liegt zudem bei über 51 Prozent. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Jugendamtsleiter Johannes Horn präsentierten am Mittwoch, 29. Juli, im Rahmen eines Pressegesprächs den Ausblick auf das kommende Kindergarten-Jahr.

"Der forcierte Ausbau der Kinderbetreuung hat in Düsseldorf weiterhin eine hohe Priorität. Wir bauen die Kinderbetreuung in Düsseldorf mit Hochdruck qualitativ und quantitativ aus. Aufgrund der Corona-Pandemie startet das neue Kita-Jahr am 1. August im eingeschränkten Regelbetrieb. Ab dem 17. August gilt für die Kindertagesbetreuung dann wieder der normale Regelbetrieb. Ab dem neuen Kita-Jahr gilt ferner das neue Kinderbildungsgesetz, das mehr Qualität in der Kinderbetreuung bringt und dadurch gleichermaßen zu einem zusätzlichen Bedarf an pädagogischen Fachkräften führt. Die Gewinnung von ausreichend Fachpersonal ist eine große Herausforderung, die wir bereits angenommen haben und an der wir intensiv arbeiten", fasst Stadtdirektor und Jugenddezernent Burkhard Hintzsche die Situation zum Start zusammen.

Durch den Regelbetrieb ab 17. August haben alle Kinder in den Kitas und Tagespflegestellen wieder einen uneingeschränkten Anspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung im vertraglich vereinbarten Betreuungsumfang. Die strikte Trennung von Gruppen muss dann nicht mehr eingehalten werden, wodurch es im eingeschränkten Regelbetrieb zu einem reduzierten Betreuungsumfang gekommen ist. Ab dem 3. August erhalten auch alle Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflegepersonen das Angebot, sich bis zu den Herbstferien 14-tägig freiwillig und kostenlos testen zu lassen.

Neues KiBiz führt zu erhöhtem Personalbedarf
Zum neuen Kita-Jahr tritt auch das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in Kraft, das eine Qualitätssteigerung mit einer besseren Personalausstattung und neuen inhaltlichen Schwerpunkten sowie einer auskömmlichen Finanzierung zum Ziel hat. Jede Kita erhält höhere finanzielle Mittel für mehr Personal. Dieses pädagogische Fachpersonal ist jedoch nicht leicht zu finden.

"Vorausschauend haben wir bereits vor einem Jahr eine Kampagne zur Gewinnung von Erzieherinnen und Erziehern sowie Kinderpflegerinnen und -pflegern gestartet. So haben wir neue pädagogische Fachkräfte gewonnen, so dass uns die neue Situation nicht unvorbereitet trifft. 81 zusätzliche Kräfte sind zum 1. August eingestellt worden. 31 Kräfte befinden sich zurzeit im Einstellungsverfahren, und wir benötigen im Laufe des Jahres noch viele weitere Kräfte. In jeder der 100 städtischen Kitas gibt es rechnerisch eine Ausbildungskraft. Und wir erhöhen die Anzahl der Auszubildenden noch, um frühzeitig auf den Personalbedarf von morgen zu reagieren. Wir werden auch weiterhin alles tun, um neues zusätzliches pädagogisches Fachpersonal zu gewinnen", unterstreicht Jugendamtsleiter Johannes Horn die Bemühungen in der Personalakquise.

Mit dem neuen KiBiz erhält Düsseldorf auch mehr Finanzmittel vom Land für die Kinderbetreuung. Waren es im Kita-Jahr 2019/20 noch insgesamt 140 Millionen Euro werden es im neuen Kita-Jahr 161 Millionen Euro sein. Gleichzeitig steigen auch die kommunalen Aufwendungen von 154 Millionen (2019/20) auf 179 Millionen Euro im neuen Kita-Jahr. Das wird vor allen Dingen der Qualität der Kinderbetreuung zugutekommen.

1.000 zusätzliche Betreuungsplätze im neuen Kitajahr
Zum Start des neuen Kita-Jahres am 1. August stehen in Düsseldorf 28.000 Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt zur Verfügung. Zum Ende des Kita-Jahres werden es 29.000 Plätze sein. "Damit ist Düsseldorf bei der Kinderbetreuung sehr gut positioniert. Neben der Vollversorgung der Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt werden wir zum Ende des neuen Kita-Jahres bei den unter dreijährigen Kindern eine Versorgungsquote von über 51 Prozent erreichen", zeigt sich Hintzsche zufrieden.

Die Zahl der Plätze für U3-Kinder wird von aktuell 9.272 auf 9.789 zum Ende des Kita-Jahres 20/21 steigen. Bei den Ü3-Kindern wird die Zahl nach der Jugendhilfeplanung von 18.767 auf 19.318 steigen. Damit wird den steigenden Kinderzahlen in Düsseldorf sowie dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Schuleintritt Rechnung getragen.

Durch den Bau neuer Tageseinrichtungen, aber auch durch strukturelle Veränderungen in bestehenden Kitas, werden in Düsseldorf vor allen Dingen neue Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen geschaffen. Der Rat hat hierzu im Juni einen Grundsatzbeschluss gefasst. Demnach wird die Stadt rund 46 Millionen Euro bereitstellen, um in fast allen Stadtbezirken Einrichtungen des Jugendamtes zu erweitern, zu modernisieren oder neu zu bauen. In der Planung für das neue Kita-Jahr 2020/21 sind insgesamt 20 neue Kitas vorgesehen. Sie verteilen sich auf alle zehn Stadtbezirke.

Zu Beginn des neuen Kita-Jahres gibt es anders als in den Vorjahren auch noch freie Plätze in bestehenden Kitas. "Durch die Corona-Krise gibt es offensichtlich eine gewisse Zurückhaltung bei den Kita-Anmeldungen. Dadurch gibt es vereinzelt noch freie Plätze. Das wird aber sicherlich nicht von Dauer sein. Diejenigen, die zum Start des neuen Kita-Jahres noch ohne einen Betreuungsvertrag für ihr U3-Kind sind, kann ich auf die alternativen Betreuungsplätze in der Tagespflege verweisen. Hier werden durch Kita-Wechsler von Ü3-Kindern jedes Jahr im August rund 1000 Plätze frei. Ferner gibt es dann neue Kita-Plätze, wenn neue Kitas ihren Betrieb aufnehmen", macht Stadtdirektor Hintzsche denen Hoffnung, die noch keinen Betreuungsplatz für ihr Kind gefunden haben.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Jugendamtsleiter Johannes Horn (v.l.) bei der Pressekonferenz zum neuen Kindergartenjahr 2020/21
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

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