Wetter | Düsseldorf
21,3 °C

Stadt investiert 100 Millionen Euro in Schul-IT

Am Humboldt-Gymnasium lernen die Kinder bereits mit Tablets. Insgesamt will die Stadt 100 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur der städtischen Schulen investieren
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

Mit dem Medienentwicklungsplan (MEP) liegt nun ein Konzept vor, das die Grundlage für die Digitalisierung der Düsseldorfer Schulen in den kommenden Jahren schafft. Erklärtes Ziel ist die Ausstattung der Schulen mit zukunftsorientierter IT für Lernende und Lehrende. Die Stadt plant für die nächsten Jahre zur Umsetzung des MEP ein Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro. Darin enthalten sind unter anderem Mittel für WLAN, Endgeräte, Lernumgebung, Breitband, Visualisierungstechnik, Service und Support. 22 Millionen Euro werden durch Mittel des Digitalpaktes refinanziert.

Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Schon in den letzten Jahren haben wir in Sachen Digitalisierung unserer Schulen gute Arbeit geleistet. Mit dem Medienentwicklungsplan machen wir einen weiteren Riesenschritt. Alle Lehrenden und Lernenden in den Schulen unserer Stadt haben dann eine optimale und zeitgemäße Arbeitsumgebung."

Inhaltlich basiert der Medienentwicklungsplan auf vier konzeptionellen Säulen: Pädagogik, Technik, Service/Support, Finanzen. All diesen Themen widmet sich das über 200 Seiten umfassende Papier ausführlich.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: "Mit dem zukunftsweisenden Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen nimmt die Landeshauptstadt Düsseldorf bundesweit eine Vorreiterposition ein. Erstmalig haben rund 80.000 Lernende und Lehrende die Möglichkeit, gemeinsam Lernplattformen zu nutzen. Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte partizipieren von dieser Entwicklung gemeinsam, und Schulen werden durch den MEP bei der Erstellung ihrer Planungen konzeptionell, personell und monetär unterstützt."

Pädagogische Arbeit wird unterstützt
Für die pädagogische Arbeit eröffnet der Einsatz einer digitalen Lernumgebung vollständig neue Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung, die weit über den reinen Ersatz analoger Lehr- und Lernmittel hinausgehen. Daneben wird die Grundlage für die Nutzung digitaler Unterrichtsinhalte geschaffen. Dies bezieht sich sowohl auf den Unterricht in Schule als auch auf die Erledigung der Hausaufgaben der Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus unterstützt die Technik die Unterrichtsvorbereitung der Lehrkräfte und ermöglicht die Nutzung der Geräte an außerschulischen Lernorten. Dabei steht immer die individuelle Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler im Fokus. Die Entwicklung von Medienkompetenz wird im Zusammenspiel mit den pädagogisch didaktischen Inhalten verbessert. Das pädagogische Konzept des MEP basiert auf den Medienkonzepten der einzelnen Schulen.

Moderne Endgeräte für alle Schülerinnen und Schüler
Derzeit sind an 152 Schulen mit nahezu 80.000 Lernenden und rund 5.000 Lehrenden bereits über 8.500 Tablets und etwa 12.000 PC im Einsatz. Alle Schulstandorte verfügen über flächendeckendes WLAN und Internetanschlüsse, die zum jetzigen Zeitpunkt dem zu erwartenden Bedarf allerdings nicht gerecht werden. Gleiches gilt für die dezentralen Schul-Serverlösungen.

Das Technikkonzept des Medienentwicklungsplans sieht die Ausstattung jedes Schulstandortes  mit einem Breitbandanschluss und leistungsfähigem WLAN vor. Gesteuert wird dies durch eine zentrale Lernumgebung, die sogenannte Düsseldorfer-Schul-Cloud. Jeder Unterrichtsraum wird mit zeitgemäßer Visualisierungstechnik ausgerüstet. Angestrebt wird eine 1:1-Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit modernen Endgeräten. Die Form der Umsetzung wird derzeit geprüft.

Ein besonderes Kapitel des MEP ist dem Service und Support gewidmet. Angesichts der steigenden Zahl von Endgeräten wird ein First-Level-Support zur schnellen Unterstützung eingerichtet, hier ist eine Entlastung des pädagogischen Personals durch externe IT-Fachkräfte geplant.

 

Teile diesen Artikel: